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Schaeffler-Hauptversammlung beschließt Dividende von 25 Cent je Vorzugsaktie

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Georg F.W. Schaeffler

26.04.2021 | Berndorf-St. Veit

  • Guter Start in das Geschäftsjahr 2021
  • Weitgehende Einigung mit Arbeitnehmervertretern über Arbeitsplatzabbau erzielt
  • Roadmap 2025 wird konsequent umgesetzt – „We pioneer motion“
  • Ulrike Hasbargen für die Anteilseigner in den Aufsichtsrat gewählt

Die ordentliche Hauptversammlung der Schaeffler AG, die in diesem Jahr erneut virtuell durchgeführt wurde, stimmte für die Zahlung einer Dividende in Höhe von 25 Cent je Vorzugsaktie (Vorjahr: 45 Cent). Das entspricht einer Ausschüttungsquote von rund 50 Prozent (Vorjahr: rund 43 Prozent) bezogen auf das den Anteilseignern zuzurechnende Konzernergebnis vor Sondereffekten und liegt damit am oberen Ende der angestrebten Bandbreite von 30 bis 50 Prozent.

„Das vergangene Jahr war von großen Unsicherheiten geprägt, die bis heute anhalten. Unsere Aufstellung als weltweit agierender Automobil- und Industriezulieferer hat sich in den schwierigen Zeiten bewährt und uns geholfen, die Krise zu bewältigen. Wir zahlen eine Dividende von 25 Cent und setzen damit unsere Dividendenpolitik konsequent fort. Das ist auch ein positives Signal an unsere Aktionäre“, sagte Klaus Rosenfeld, der Vorstandsvorsitzende der Schaeffler AG.

Guter Start in das Geschäftsjahr 2021
Mit Blick auf die Geschäftsentwicklung in den ersten Monaten des Jahres sagte Klaus Rosenfeld, dass die Schaeffler Gruppe bei weiterhin herausfordernden Bedingungen gut in das Jahr 2021 gestartet ist. Er verwies auf die vorläufigen Eckdaten für das erste Quartal 2021, die Schaeffler am 19. April veröffentlicht hat. Dieser Schritt war notwendig geworden, weil die Eckdaten deutlich über Vorjahr und den bisherigen eigenen Erwartungen lagen.

Der Umsatz der Schaeffler Gruppe lag im ersten Quartal mit 3.560 Millionen Euro währungsbereinigt 11,2 Prozent über Vorjahr (Vorjahr; angepasst: 3.281 Millionen Euro) und zeigte damit eine deutliche Erholung. Die EBIT-Marge vor Sondereffekten erreichte im ersten Quartal 11,3 Prozent (Vorjahr; angepasst: 6,5 Prozent). Der Free Cash Flow vor Ein- und Auszahlungen für M&A-Aktivitäten betrug im ersten Quartal 130 Millionen Euro (Vorjahr; angepasst: 137 Millionen Euro). Ein wesentlicher Grund dafür ist die besser als erwartete Umsatzdynamik im ersten Quartal, insbesondere in China. Bei der Ergebnisentwicklung zeigt sich zudem, dass die im letzten Jahr eingeleiteten Kostenanpassungen weiterhin Wirkung zeigen.

Den Zwischenbericht für das erste Quartal 2021 wird die Schaeffler AG wie geplant am 12. Mai 2021 veröffentlichen.

Erfolge in der E-Mobilität bei Automotive Technologies
Besonders erfreulich sind die Erfolge in der E-Mobilität. 2020 verzeichnete Schaeffler Auftragseingänge in Höhe von 2,7 Milliarden Euro in dem Unternehmensbereich E-Mobilität, was deutlich über dem ursprünglich geplanten Ziel von 1,5 bis 2 Milliarden Euro lag. Die Zahl der Projekte lag 30 Prozent über dem Vorjahr. Und sie steigt auch in diesem Jahr weiter. 2021 startet die Serienproduktion von E-Motoren für Hybridmodule, Hybridgetriebe und rein elektrische Achsantriebe. Grundlage für die von Schaeffler produzierten E-Motoren ist eine modulare und hochintegrierte Technologieplattform. Für dedizierte Hybridgetriebe erhielt Schaeffler, wie bereits kommuniziert, einen Großauftrag und liefert ab 2024 eine gesamte Antriebseinheit mit zwei E-Motoren und ins Getriebe integrierter Leistungselektronik. Mit der Ausweitung von Elektrifizierungslösungen auf den Bereich der Nutzfahrzeuge leistet Schaeffler einen weiteren wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klima- und Nachhaltigkeitsziele.

Digitale Geschäftsmodelle im Automotive Aftermarket
Die Digitalisierung ist für die Sparte Automotive Aftermarket zu einer Kernkompetenz geworden. Die Pandemie hat den vielfältigen Aktivitäten mit digitalen Vertriebskanälen und Geschäftsmodellen einen Schub verliehen, mit dem sich Schaeffler von seinen Wettbewerbern differenzieren kann. Ein Beispiel ist die hochintegrierte Aftermarket Cloud, mit der zahlreiche Nutzerinteressen bedient werden können. Die Nachfrage nach Online-Trainings, die Schaeffler unter dem Namen REPXPERT in mehr als 30 Sprachen anbietet, ist sprunghaft gestiegen. Und die Zahl der Website-Kontakte hat sich im vierten Quartal mehr als verdoppelt. Die Schaeffler Gruppe geht davon aus, dass sich diese positiven Trends auch 2021 weiter fortsetzten.

Wachstum mit neuen Produkten und im Servicegeschäft bei Industrial
Neben dem kontinuierlichen Ausbau des Kerngeschäftes mit Lagern und Lineartechnik bietet die zunehmende Automatisierung in den industriellen Prozessen ausgeprägte Wachstumspotenziale für Schaeffler. Mit einem modularen Portfolio aus innovativen Lagerungen, Robotergetrieben und Antriebsmotoren zeigt die Sparte Industrial ihre Kompetenz in der Leichtbaurobotik. Diese Systemkomponenten entscheiden mit über die Leistungsfähigkeit kompakter Roboter und haben das Potential für Entwicklungssprünge.

Auch im Bereich der Services steigen die Anforderungen nach Automatisierung und Zuverlässigkeit. Mit der IoT-Lösung OPTIME bietet Schaeffler eine Lösung an, die das Condition Monitoring von Maschinen in Produktionsprozessen effizient und kostengünstig gestaltet. Diese wurde während der Hannover Messe für das herausragende Produktdesign, die funktionale Gestaltung und den hohen Innovationsgrad mit dem Red Dot Design Award in zwei Kategorien ausgezeichnet.

Verhandlungen zum Arbeitsplatzabbau weitgehend abgeschlossen
Das im September 2020 angekündigte Maßnahmenpaket zur Beschleunigung der Transformation der Schaeffler Gruppe kommt gut voran. Von den strukturellen Maßnahmen sind im Wesentlichen zwölf Standorte in Deutschland betroffen. Die Maßnahmen sollen bis Ende 2022 weitgehend umgesetzt werden. Nach intensiven und konstruktiven Verhandlungen konnten mittlerweile an neun von zwölf Standorten Interessensausgleiche abgeschlossen werden. Damit ist Schaeffler in der Lage, den überwiegenden Teil der Maßnahmen umzusetzen.

Für die Standorte Wuppertal, Clausthal-Zellerfeld und Luckenwalde laufen die Verhandlungen noch. Wegen der geplanten Maßnahmen, wie Verlagerung, mögliche Verkäufe und Schließung, wird noch mehr Zeit gebraucht, um Lösungen zu finden. Die Gespräche verlaufen konstruktiv.

Arbeitgeber und Arbeitnehmervertreter sind sich einig, den Abbau von Arbeitsplätzen möglichst sozialverträglich über Regelungen zur Altersteilzeit, interne Versetzungen und Aufhebungsverträge zu erreichen. Mit Hilfe dieser Maßnahmen und über das Freiwilligenprogramm, das von November 2020 bis Ende März 2021 lief, konnte bereits die Hälfte des insgesamt geplanten Personalabbaus umgesetzt werden.

Roadmap 2025 wird konsequent umgesetzt – „We pioneer motion“
Ende des vergangenen Jahres hat die Schaeffler Gruppe ihre Roadmap 2025 vorgestellt, die eine aktualisierte Unternehmensstrategie, ein Umsetzungsprogramm sowie die Mittelfristziele bis 2025 umfasst. Die Roadmap 2025 steht für Kontinuität und Ausbau der unternehmenseigenen Stärken aber auch für Optimierung und Weiterentwicklung im Hinblick auf neue Technologien und Geschäftsmodelle sowie Kosten und Effizienz.

Zugleich bringt der neue Unternehmensclaim „We pioneer motion“ den Anspruch zum Ausdruck, als diversifizierter Automobil- und Industriezulieferer mit globaler Reichweite auch in Zukunft Bewegung und Fortschritt zu gestalten. Dabei sollen in Zukunft noch stärker Synergiepotentiale innerhalb der Schaeffler Gruppe genutzt werden. „Mit der Roadmap 2025 haben wir unsere Strategie geschärft und auf die aktuellen Herausforderungen und die sich bietenden Chancen ausgerichtet. Wir werden unsere Roadmap 2025 mit aller Konsequenz umsetzen und so die Schaeffler Gruppe noch stärker machen“, sagte Klaus Rosenfeld.

Nachwahl im Aufsichtsrat
Nachdem Sabrina Soussan ihr Aufsichtsratsmandat mit Wirkung zur Beendigung der heutigen Hauptversammlung niedergelegt hat, um sich auf ihre neue berufliche Aufgabe zu fokussieren, war die Nachwahl eines neuen Aufsichtsratsmitglieds notwendig. Die Hauptversammlung wählte Ulrike Hasbargen in das Aufsichtsgremium. Frau Hasbargen ist Steuerberaterin und Wirtschaftsprüferin sowie Mitglied des Aufsichtsrats der Ernst & Young GmbH. Sie wurde für die Zeit bis zur Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2023 gewählt, was der Amtszeit der übrigen Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat entspricht.

„Wir bedauern sehr, dass Frau Soussan ihr Aufsichtsratmandat aus beruflichen Gründen niederlegen muss und bedanken uns sehr herzlich für ihren engagierten Einsatz für die Schaeffler Gruppe. Sie hat in den letzten zwei Jahren wesentliche Beiträge geleistet. Für ihren weiteren persönlichen und beruflichen Weg wünschen wir ihr viel Erfolg und alles Gute“, sagte der Familiengesellschafter und Aufsichtsratsvorsitzende Georg F. W. Schaeffler. „Wir freuen uns jedoch sehr, dass wir mit Frau Hasbargen eine ausgewiesene Expertin für den Aufsichtsrat der Schaeffler AG gewinnen konnten. Ihre langjährigen Erfahrungen im steuerlichen Bereich werden das Gremium stärken.“

Die Abstimmungsergebnisse sowie der Bericht des Vorstandsvorsitzenden zur Hauptversammlung sind in Kürze unter www.schaeffler.com/hv verfügbar. Den Geschäftsbericht finden Sie unter: www.schaeffler-geschaeftsbericht.de

Herausgeber: Schaeffler Austria
Ausgabeland: Österreich

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